Wenn man mit 5 Jahren von Oma oder Nachbar gefragt wurde was man sich denn zum baldigen Geburtstag wünscht, so hat man sich schon auf die Fragen vorbereitet und einen Buchtitel oder ein bestimmte Folge TKKG im Kopf die man nenne kann. Wir man mit 25 Jahren nach einem Wunsch gefragt, ist man unvorbereitet, wundert sich kurz warum jemand einen Wunsch erfüllen will, merkt erstaunt, dass schon wieder ein Jahr ins Land gegangen ist.
Was auf so eine Frage Antworten? Oh, ach, ich hab eigentlich grad gar keinen Wunsch.
Falls einem doch etwas einfällt, ein Wunsch ähnlich derer die man mit 5 hatte, so ist es einem etwas unangenehm einfach so einen Wunsch zu äußern, so als würde man eine Einkaufsliste durchgeben, man will nicht so fordernd sein. Denn es muss einem doch keiner etwas schenken, ist es nicht irgendwie ein Geschenk, sich etwas wünschen zu dürfen.
Nach der letzten Bodylotionwelle hab ich mir in einer langweiligen Stunde überlegt, was ich mir wünschen würde, und obwohl ich mir komisch dabei vor komme einfach so Wünsche zu äußern, (Das letzte mal das ich so eine Liste geschrieben hab, war ans Christkind) werd ich diese Sammlung im zuge des vorangegangenen Posts veröffentlichen:
eine fesselndes Buch
Den Soundtrack von diesem Film wo sie die ganze Zeit in so einer Fabrik rumlaufen und sich beschießen, auf dem Parkplatz sitzt ein Mädchen im Auto und wartet auf ihren Vater
einen Besuch im Stadttheater Gießen
eine Band
diese Origami Kette die ich in Paris mit Li gesehen habe
Indische Essen gehen
Webspace bzw eine Homepage wo sie ihren Blog hinpacken kann, und anderen Krams, die auf .to endet und ot heißen könnte, so dass ich die e-mail Adresse block@ot.to haben kann und an Kollegen welche mit deren Nachnahmen vergeben kann.
Ein nicht zu großes Aquarium, in dem kleine Garnelen leben
Jeden Jahresanfang brauch ich neue Einlegeblätter für den Taschenkalender
Frisörgutschein
Den Film "Angel A"
Mal wieder in ein Konzert gehen
Das Sarah und Daniel mal nach Gießen kommen
Ein zweiter Grund dafür, warum das Wünsche äußern komisch ist, ist dass die Überraschung dadurch natürlich auch kleiner wird.
Mittwoch, 27. Januar 2010
Nur Schaum
Auf Grund vergangener als auch bevorstehender Ereignisse möchte ich diese Präsenz im Weltnetz nutzen, um eine Sache klar zu stellen. Obwohl ich gerne dusche und auch bade, mir zweimal täglich das Gesicht eincreme und gelegentlich auch die Hände, habe ich eine Abneigung gegen das Schenken von Bade und Hautpflegeprodukten. Meist sind es Duschgel und Bodylotion zusammen in so ein kleines Täschchen gepackt, vielleicht mit einem Schwamm dazu. Im Laufe der Zeit habe ich Produkte gefunden die mir gefallen, und die ich nach kaufe, wenn sie leer sind. Täschchen in verschiedenen Größen haben sich angesammelt, und es gibt Duftrichtungen die wirklich nicht mein Ding sind (speziell Lavendel und Erdbeere gehören dazu) und wer einmal nach morgendlichem ganzkörperfetten mit Kokosbodybutter in einer dicht gepackten Vorlesung gesessen hat merkt, dass auch das Umfeld ehr den neutralen Geruch zu schätzen weis.
Nach längerer Beschäftigung mit diesem Thema frag ich mich auch, warum solche Geschenke stets das Doppel aus Showergel und Lotion beinhalten, aber nie irgendwo Haarshampoo drin ist, was sich bei mir seit je her immer schneller verbraucht als Duschgel (fast als wäre es ein Naturgesetz).
Die Häufung von Dusch-Geschenksets hat mich zum Nachdenken über das Schenken an sich gebracht.
Ein gutes Geschenk...
ist etwas was der Beschenkte haben will, obwohl er noch nicht weiß das er es haben will
ist etwas was sich der Beschenkte aus welchem Grund auch immer noch nicht angeschafft hatt, obwohl er es gerne hätte
hat keinen mindest- oder maximal Preis
hat etwas mit dem Beschenkten und/oder dem Schenker zu tun
kann ein Gutschein sein
Ein schlechtes Geschenk...
fühlt sich so an, als wäre es für jemanden anderen bestimmt. Es gibt dem Beschenkten das Gefühl, dass der Schenker den Beschenkten nicht kennt, bzw. in ihm eine andere Person
kann ein Gutschein sein
So, nach dem zusammenschreiben der Gedanken komme ich mir jetzt undankbar vor, eigentlich sollt ich mich freuen, wenn mir etwas geschenkt wird, wenn sich jemand überlegt hat das ich ein Geschenk bekommen soll, und über ein Geschenk darf man nicht meckern. "Die Geste zählt"
Manchmal gibt es aber auch Situationen in denen geschenkt wird, weil der Schenker denkt dass er schenken muss. Für diesen Fall würd ich mir wünschen, dass sich der Schenker das Schenken von Pflichtgeschenken einfach schenkt.
Wenn es doch ein Anstandspräsent geben muss, bitte kein Duschgel. Danke.
Nach längerer Beschäftigung mit diesem Thema frag ich mich auch, warum solche Geschenke stets das Doppel aus Showergel und Lotion beinhalten, aber nie irgendwo Haarshampoo drin ist, was sich bei mir seit je her immer schneller verbraucht als Duschgel (fast als wäre es ein Naturgesetz).
Die Häufung von Dusch-Geschenksets hat mich zum Nachdenken über das Schenken an sich gebracht.
Ein gutes Geschenk...
ist etwas was der Beschenkte haben will, obwohl er noch nicht weiß das er es haben will
ist etwas was sich der Beschenkte aus welchem Grund auch immer noch nicht angeschafft hatt, obwohl er es gerne hätte
hat keinen mindest- oder maximal Preis
hat etwas mit dem Beschenkten und/oder dem Schenker zu tun
kann ein Gutschein sein
Ein schlechtes Geschenk...
fühlt sich so an, als wäre es für jemanden anderen bestimmt. Es gibt dem Beschenkten das Gefühl, dass der Schenker den Beschenkten nicht kennt, bzw. in ihm eine andere Person
kann ein Gutschein sein
So, nach dem zusammenschreiben der Gedanken komme ich mir jetzt undankbar vor, eigentlich sollt ich mich freuen, wenn mir etwas geschenkt wird, wenn sich jemand überlegt hat das ich ein Geschenk bekommen soll, und über ein Geschenk darf man nicht meckern. "Die Geste zählt"
Manchmal gibt es aber auch Situationen in denen geschenkt wird, weil der Schenker denkt dass er schenken muss. Für diesen Fall würd ich mir wünschen, dass sich der Schenker das Schenken von Pflichtgeschenken einfach schenkt.
Wenn es doch ein Anstandspräsent geben muss, bitte kein Duschgel. Danke.
Dienstag, 22. Dezember 2009
Schnee in Gießen
Sonntag, 6. Dezember 2009
Nikolaus in Gießen
Installation der Lichter am Berliner PlatzEin kleiner Junge mit großen Augen steht im Einkaufszentrum ehrfürchtig in der Nische unter der Rolltreppe vor einem Weihnachtsmann im roten Filzmantel mit weißem Acrylbart und tiefer Stimme.
Neben dem mit Goldfarbe besprühten Plastikgartenstuhl steht ein Engel mit blonden lockenwicklergelockten Haaren, der Wochentags wahrscheinlich Ökotrophologie oder vielleicht Deutsch auf Lehramt studiert. Der Junge, dessen Handschuhe an Bändern aus der Jacke baumeln, sieht denn Mann in roter Robe und Converse Schuhen erfürchtig an.
Hinter dem Stuhl kniet, in schwarzer Hose und Jacke mit Aufschrift "Security" ein breitschultriger Angestellter der Galleria, und packt Mandarinen Nüsse und Schokolade in Plastikbeutel, die er durch die Lücke zwischen Thron und Engel in den Jutesack des Heiligen fummelt. Der Nikolaus greift kurz darauf hinein und händigt dem ergriffenen Knaben ein Zellophanbeutelchen aus. Es ist Weihnachtszeit in Gießen
Neben dem mit Goldfarbe besprühten Plastikgartenstuhl steht ein Engel mit blonden lockenwicklergelockten Haaren, der Wochentags wahrscheinlich Ökotrophologie oder vielleicht Deutsch auf Lehramt studiert. Der Junge, dessen Handschuhe an Bändern aus der Jacke baumeln, sieht denn Mann in roter Robe und Converse Schuhen erfürchtig an.
Hinter dem Stuhl kniet, in schwarzer Hose und Jacke mit Aufschrift "Security" ein breitschultriger Angestellter der Galleria, und packt Mandarinen Nüsse und Schokolade in Plastikbeutel, die er durch die Lücke zwischen Thron und Engel in den Jutesack des Heiligen fummelt. Der Nikolaus greift kurz darauf hinein und händigt dem ergriffenen Knaben ein Zellophanbeutelchen aus. Es ist Weihnachtszeit in Gießen
Donnerstag, 1. Oktober 2009
Freitag, 18. September 2009
Cover-Memory III


Beide Bücher kann ich nur empfehlen. Ersteres ist durch zugehörigen Film und Medienerwähnung sicher bekannt. Zweiteres hab ich letzte Woche gelesen. Der Autor ist den Einheimischen vielleicht bekannt als musikalisch hochbegabter Kabarettist vom Unterton, falls nicht, kann ich seine Veranstaltungen nur empfehlen. Zur Zeit gibts auch einige Leseveranstaltungen im Umland....
Abschied vom Sommer
Auf einmal ist September, ich fass es nicht. In Gießen merkt man das Ende des Sommers ganz leicht an den überall in der Stadt herum liegenden Eicheln. Die machen Geräusche wenn sie herunterfallen und bringen einen zum straucheln wenn man darüber läuft ohne sie vorher zu bemerkten. Man kann sie prima vor sich her kicken, sollte aber Acht auf Kinderwägen und Kraftfahrzeuge legen. Wahrscheinlich laufen auch Gruppen von Kindergartenkindern vormittags durch die Parks (bzw. den Botanischen Garten) um Eicheln zu sammeln und daraus Eichelmännchen, Eichelhunde, oder ganze Eichelfamilien in Eichelstädten zu basteln. Weis gar nicht ob die hier Kastanien kennen. Wenn durch das kleine Mischwaldstück läuft was die Licher - und die Grünbergerstraße voneinander trennt, meint man, den Geräuschen nach zu urteilen das sich dort eine Hundertschaft in Tarnschminke hinter den Bäumchen verbirgt. Im ganzen Wald knackt und raschelt es, wenn kontinuierlich die Eicheln zu Boden gehen. Als Wildschwein mit der Aufgabe Winterspeck an zu legen ist Gießen im Herbst die bequemste Lösung. Der Fremde freut sich über eine freie Parkplatzauswahl in bester Lage und wundert sich bei der Rückkehr zum Fahrzeug über den Hagelschaden an einem trockenen sonnigen Nachmittag. Vermutlich steht im Kleingedruckten einer Versicherungspolice für ein Fahrzeug mit Kennzeichen Gi "Schäden verursacht durch Baumfrüchte sind vom Versicherungsschutz ausgeschlossen".
Studenten deren Fenster über dem Schreibtisch in den Hof zeigt, lernen für die Prüfungen zum Ende des Sommersemesters mit Gehörschutz, um den Einschlag der herabfallenden Munition auf Restmüll- Bio- Papier- und Gelbesack-Tonnen zu ignorieren. Würde eine amerikanische Marchingband die Partnerstadt zu einem Drummlinekontest herausfordern, müsste sich die herausfordernden Musiker an einem Mittwoch, in der Eichgärtenallee aufbauen nachdem die Müllabfuhr die Tonnen gelehrt hat, auf einen Herbstwind warten, wie er zum Drachensteigen gut ist, und es wäre ein fairer Wettbewerb.
Möchte mich noch nicht so richtig vom Sommer verabschieden, hätte eigentlich noch Lust auf Kleid und Sandalen, aber Gestern hab ich das leugnen der fallenden Temperaturen aufgegeben und die Heizung zumindest in einem Zimmer angestellt. Ist ja auch schon vorgekommen, dass der Herbst goldener geleuchtet hat als der ganze Sommer insgesamt.
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